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Brand- und Katastrophenschutz: Kreis SÜW und Stadt Landau dürfen weiter kooperieren

Kreis SÜW und Stadt Landau dürfen weiter im Brand- und Katastrophenschutz kooperieren. Ein Kompromiss mit dem Land spart den zweiten Einsatzleitwagen, fordert…

Redaktion
·
10. September 2026
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Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

Willkommen zuhause! Gute Nachrichten aus der Südpfalz

Der gordische Knoten ist gelöst! Der Landkreis Südliche Weinstraße (SÜW) und die Stadt Landau dürfen ihre bewährte Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz fortsetzen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz wurde ein Kompromiss erarbeitet, der sowohl die langjährige Interkommunale Zusammenarbeit sichert als auch die neuen Vorgaben des Landes erfüllt. Das sind starke Neuigkeiten für die Sicherheit in unserer Region!1

Persönliches Gespräch in Landau

Damit alles auf dem Tisch liegt, kam René Schubert, Präsident des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) in Koblenz, persönlich mit einer Delegation nach Landau. Dort sprach er mit SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt und Landaus Oberbürgermeister Dominik Geißler sowie weiteren Funktionsträgern aus Stadt und Kreis über die Details der künftigen Kooperation.1

Landrat Seefeldt und OB Geißler brachten es dabei auf den Punkt: „Wir wollen und werden etwaige Schadensereignisse nicht trotz, sondern wegen unserer guten interkommunalen Zusammenarbeit bewältigen.“ Auch LfBK-Präsident Schubert betonte beim Vor-Ort-Gespräch, dass Zusammenarbeit sehr wertvoll sei. Gleichzeitig machte er klar, worauf es im Kern ankommt: „Das Personal ist ausschlaggebend.“1

Der gemeinsame Einsatzleitwagen bleibt

Ein zentrales Thema des Treffens war die Technische Einsatzleitung (TEL). Sie übernimmt bei größeren Schadensereignissen die Führung der Einsatzkräfte vor Ort. Kreis SÜW und Stadt Landau kooperieren in diesem Bereich bereits seit vielen Jahren eng und verfügen gemeinsam über einen Einsatzleitwagen Typ 2 (ELW 2) – ein technisch hochgerüstetes Fahrzeug, das als mobile Einsatzzentrale eingesetzt wird.1

Die neuen Landesvorgaben schreiben grundsätzlich vor, dass jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis einen eigenen ELW 2 vorhalten muss. Das hätte in der Südpfalz bedeutet, ein zweites solches Fahrzeug anzuschaffen. SÜW-Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jens Thiele brachte die regionale Sichtweise klar auf den Punkt: „Dieses Fahrzeug wird bei Übungen und Großeinsätzen eingesetzt, wird jedoch glücklicherweise im Ernstfall sehr selten benötigt. Daher ist aus unserer Sicht ein gemeinsames Fahrzeug für Stadt und Landkreis ausreichend.“1

Und der Kompromiss gibt ihm recht! Aufgrund der bereits vorhandenen Ausstattung in Kreis und Stadt konnte gemeinsam mit dem Landesamt eine technische Kompensation erarbeitet werden: Geeignete, andere Einsatzmittel sowie feste Stabsräume ersetzen den zweiten ELW 2. Ein kostspieliger Neukauf ist damit vom Tisch.1

Mehr Personal – die eigentliche Herausforderung

Beim Personal sieht es allerdings anders aus: Hier müssen Landkreis SÜW und Stadt Landau künftig jeweils eigenständig liefern. Konkret bedeutet das, dass sowohl der Kreis als auch die Stadt jeweils rund 50 eigene, ehrenamtliche Führungskräfte vorhalten müssen, die im Ernstfall die Aufgaben der Technischen Einsatzleitung übernehmen können.1

Das klingt machbar – ist aber in der Praxis eine echte Herausforderung. Landrat Seefeldt und OB Geißler erklären gemeinsam, warum: „Da viele im Brand- und Katastrophenschutz Engagierte bereits mehrere Funktionen haben, beispielsweise in der örtlichen Feuerwehr und in einer Katastrophenschutzeinheit, und die ehrenamtlichen Ressourcen nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen, wird die Mobilisierung und Schulung dieses Personals eine herausfordernde Aufgabe werden.“1

Die Botschaft ist klar: Ehrenamtliche sind das Herzstück des Brand- und Katastrophenschutzes in unserer Region. Wer sich vorstellen kann, sich in diesem Bereich zu engagieren, ist jetzt mehr gefragt denn je!

Fazit: Gut zusammenarbeiten – sicher durch den Tag!

Der erzielte Kompromiss ist ein echter Erfolg für die Region Landau und den Landkreis Südliche Weinstraße. Die bewährte interkommunale Zusammenarbeit bleibt bestehen, ein teurer zweiter Einsatzleitwagen wird nicht angeschafft, und die Anforderungen des Landes Rheinland-Pfalz gelten dennoch als erfüllt. Was bleibt, ist die Aufgabe, genügend engagierte Ehrenamtliche zu finden und zu schulen – denn die Menschen machen den Unterschied.1

Durch den Tag wissen wir bei Antenne Landau: Unsere Region hält zusammen. Und genau das macht uns stark! Bleib auf dem Laufenden rund um alle Themen aus Landau und der Südpfalz – hier bei Antenne Landau, deinem Sender für zuhause.

Quellen

  1. Kreis SÜW und Stadt Landau dürfen auch künftig im Brand- und Katastrophenschutz kooperieren – Kreisverwaltung Südliche Weinstraße


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