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Gut gerüstet für den Ernstfall: Neuer CBRN-Erkunder für den Brand- und Katastrophenschutz in Landau

Landau hat einen neuen CBRN-Erkundungswagen: Das Spezialfahrzeug stärkt den Brand- und Katastrophenschutz und wurde jetzt offiziell in Dienst gestellt.

Redaktion
·
29. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 19 Stunden

Willkommen zuhause – und sicher zuhause!

Hoffentlich wird er möglichst selten gebraucht – aber wenn es darauf ankommt, ist er da: Landau hat einen neuen CBRN-Erkundungswagen! Bei einem offiziellen Festakt an der Feuerwache Landau wurde das hochmoderne Fahrzeug jetzt in Dienst gestellt. Ein wichtiger Tag für den Bevölkerungsschutz in unserer Region – und ein klares Signal: Wir sind vorbereitet.1

Was steckt hinter dem Kürzel CBRN?

CBRN – das klingt erstmal kompliziert, steht aber für etwas, das uns alle angeht: chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. In einer Welt, in der Krisen schnell eine neue Dimension annehmen können, ist es wichtig, dass unsere Einsatzkräfte für genau solche Lagen gerüstet sind. Der neue Erkunder liefert dafür die passende technische Unterstützung.1

Das Fahrzeug verfügt über umfangreiche, moderne Messtechnik. Damit können Einsatzkräfte unter anderem:

  • Chemische und radioaktive Belastungen aufspüren und messen
  • Proben nehmen und wichtige Daten zu einem Schadensereignis erfassen
  • Messdaten digital schnell verarbeiten und an die Einsatzleitung weitergeben
  • Messungen kontinuierlich auch während der Fahrt durchführen

Gerade dieser letzte Punkt ist ein echter Zugewinn für den Einsatzalltag: Gefahrenbereiche lassen sich so schneller erkunden und die Einsatzleitung bekommt wichtige Informationen in Echtzeit. Ein Fahrzeug dieser Art kostet rund 311.000 Euro und wird vom Bund bereitgestellt.1

Offizielle Übergabe: Die ganze Blaulichtfamilie war dabei

Den Fahrzeugschlüssel übergab Bundestagsabgeordneter Thomas Gebhart an Michael Baur, den Führer des Gefahrstoffzuges der Stadt Landau. Mit dabei waren Oberbürgermeister Dominik Geißler, Beigeordnete Lena Dürphold sowie Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrats, der Feuerwehr Landau, des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes, der Polizei und befreundeter Feuerwehren waren bei diesem besonderen Moment dabei.1

Übrigens: Den neuen Erkunder hatte der Landauer Gefahrstoffzug bereits im Januar in Bonn in Empfang genommen. Seitdem haben sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in zahlreichen Schulungsstunden intensiv mit der neuen Technik und der Bedienung des Fahrzeugs vertraut gemacht – Durch den Tag und durch viele Übungsstunden hindurch, damit im Ernstfall alles sitzt.1

Starke Worte von Oberbürgermeister Geißler

„Wir erleben weltweit gerade sehr deutlich, dass Krisen und Gefahrenlagen schnell eine ganz neue Dimension bekommen können“, betont Oberbürgermeister Dominik Geißler. „Das zeigt uns: Vorsorge und ein gut aufgestellter Bevölkerungsschutz sind wichtiger denn je. Mit dem neuen CBRN-Erkunder haben wir in Landau jetzt zusätzliche Möglichkeiten, Gefahren schnell zu erkennen und unsere Einsatzkräfte gezielt zu unterstützen.“1

Und er betonte auch etwas, das wir bei aller Begeisterung für Technik nie vergessen sollten: „Sie ist nur so gut wie die Menschen, die sie bedienen. Deshalb gehört zu einem starken Bevölkerungsschutz für mich immer auch ein starkes Ehrenamt. Beides müssen wir in Landau erhalten und weiter stärken.“1

Was sagen die Fachleute?

Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch erklärt, warum der neue Erkunder so wertvoll ist: „Der neue Erkunder gibt uns die Möglichkeit, bei besonderen Gefahrenlagen schnell und zuverlässig zu messen und damit ein möglichst genaues Lagebild zu bekommen. Das ist entscheidend, um unsere Einsatzmaßnahmen richtig zu planen und Bevölkerung und Einsatzkräfte zu schützen.“1

Auch der stellvertretende Gefahrstoffzugführer Christian Sierl unterstrich den Mehrwert für die kommunale Gefahrenabwehr: Neben der detaillierten Lageerkundung und der vernetzten Zusammenführung der Messdaten ermögliche das Fahrzeug erstmals eine kontinuierliche Messung während der Fahrt – ein deutlicher Zugewinn für den Einsatzalltag.1

Bundestagsabgeordneter Thomas Gebhart erklärte dazu: „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, solche Fahrzeuge flächendeckend über die ganze Bundesrepublik verteilt bereitzuhalten, um im Ernstfall gerüstet zu sein. Am besten ist natürlich, wenn der neue Erkunder möglichst nie zu einem CBRN-Einsatz ausrücken muss.“1

Teil eines größeren Bundesprogramms

Das Fahrzeug in Landau ist keineswegs ein Einzelfall: Es ist eines von bundesweit bislang 395 neuen CBRN-Erkundungswagen, die der Bund derzeit über die Länder zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes bereitstellt. Ein klares Zeichen dafür, dass der Schutz der Bevölkerung auf allen Ebenen ernst genommen wird.1

Landau ist doppelt gut aufgestellt

Und das Beste: In Landau kommt der neue Bundes-Erkunder zu einer bereits guten Ausstattung hinzu. Die Feuerwehr verfügt außerdem über einen Gerätewagen Messtechnik des Landes Rheinland-Pfalz. Damit stehen am Standort gleich zwei moderne Einsatzmittel für die Erkundung und Messung bei Gefahrstoff- und Strahlenlagen zur Verfügung.1

Danke an alle Ehrenamtlichen!

Die Wacher Macher! – das sind in Landau nicht zuletzt die vielen Ehrenamtlichen bei Feuerwehr, THW, DRK und den anderen Hilfsorganisationen. Sie sind es, die solche Fahrzeuge mit Leben füllen, die in Schulungsstunden üben und die im Ernstfall für uns alle da sind. Dafür ein riesiges Dankeschön – ihr seid das Herzstück des Bevölkerungsschutzes in unserer Region!

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Quellen

  1. Gut gerüstet für den Ernstfall: Neuer CBRN-Erkunder für den Brand- und Katastrophenschutz in Landau – Stadt Landau


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