
Am 20. September lädt die Gleichstellungsstelle Landau zum Herbstspaziergang zur feministischen Stadtplanung ein.
Stell dir vor, du schlenderst durch die Landauer Innenstadt. Du kennst die Gassen, die Plätze, die Wege – und trotzdem fragst du dich manchmal: Fühle ich mich hier eigentlich wohl? Fühle ich mich sicher? Diese Fragen klingen alltäglich, haben aber eine ganz konkrete Dimension, die oft übersehen wird: Stadtplanung ist nicht neutral. Wer sich wo frei bewegen kann, wer öffentliche Plätze nutzt und wer sich dabei willkommen fühlt – all das hängt davon ab, wie unsere Stadt gestaltet ist. Genau darum geht es beim Herbstspaziergang zur feministischen Stadtplanung am Sonntag, 20. September, in Landau.1
Feministische Stadtplanung klingt vielleicht erstmal nach einem akademischen Begriff – ist es aber gar nicht. Im Kern geht es um eine ganz einfache, aber wichtige Frage: Für wen ist unsere Stadt eigentlich gemacht? Straßen, Plätze und öffentliche Räume entstehen nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis von Entscheidungen – und diese Entscheidungen beeinflussen, wer sich sicher und selbstständig durch den Alltag bewegen kann.1
„Stadtplanung ist nicht neutral: Wie Straßen, Plätze und öffentliche Räume gestaltet sind, beeinflusst, wer sich wo sicher und selbstständig bewegen kann und sich willkommen fühlt“, erklärt Laura Hess, die städtische Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Landau. Beim Herbstspaziergang möchte sie gemeinsam mit den Teilnehmenden genauer hinschauen – und fragen, was bereits gut funktioniert und wo es noch Potenzial gibt.1
Los geht es um 14 Uhr auf dem Rathausplatz. Von dort aus führt der etwa 1,5-stündige Rundgang zu verschiedenen Orten in der Landauer Innenstadt.1 Organisiert wird der Spaziergang von der Gleichstellungsstelle der Stadt Landau – geleitet von Laura Hess gemeinsam mit der Architektin Jana Eckelt. Beide laden dazu ein, bekannte Orte der Stadt einmal aus einer anderen Perspektive zu entdecken.1
Was konkret auf dem Programm steht? Ganz viel Hinschauen, Hinterfragen und gemeinsames Diskutieren. Folgende Themen stehen dabei im Fokus:1
Das Besondere dabei: Es bleibt nicht bei trockener Theorie. Die Teilnehmenden erkunden gemeinsam vor Ort, wie sich die Gestaltung konkreter Orte auf ihre Nutzung und Wahrnehmung auswirkt. Der eigene Blick auf die Stadt soll geschärft werden – Schritt für Schritt, von Platz zu Platz.1
Du willst dabei sein? Dann merk dir den Termin vor – eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einfach am Sonntag, 20. September, um 14 Uhr auf dem Rathausplatz in Landau erscheinen und mitmachen. Der Weg ist zudem barrierefrei gestaltet, sodass wirklich alle teilnehmen können.1
Hast du vorab noch Fragen zum Spaziergang? Die städtische Gleichstellungsstelle ist per E-Mail unter gleichstellungsstelle@landau.de oder telefonisch unter 0 63 41/13 10 80 erreichbar.1
Bei Antenne Landau sind wir immer nah dran an dem, was in unserer Region bewegt. Und dieser Herbstspaziergang ist genau das: eine Einladung, die eigene Stadt neu zu entdecken, offene Fragen zu stellen und gemeinsam mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Wer gehört dazu? Wer fühlt sich willkommen? Welche Bedürfnisse werden berücksichtigt – und welche noch nicht?
Feministische Stadtplanung ist kein Nischenthema, das nur wenige angeht. Sie betrifft uns alle, jeden Tag – auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen, beim Spazierengehen. Umso schöner, dass die Gleichstellungsstelle der Stadt Landau solche Themen greifbar und zugänglich macht: nicht in einem Konferenzsaal, sondern direkt draußen in unserer Stadt.
Also: Schnapp dir deine Jacke, genieß den Herbst in Landau – und schau mal, ob du die Stadt danach ein kleines bisschen anders siehst. Wir freuen uns, wenn du dabei bist!1






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