NEUSTADT

Waldbrandgefahr in Neustadt: Stadt setzt auf Prävention, Technik und Aufklärung

today25. Juli 2025 11

Hintergrund
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Die zunehmende Waldbrandgefahr stellt auch Neustadt an der Weinstraße vor große Herausforderungen. Als größte kommunale Waldbesitzerin in Rheinland-Pfalz – mit rund 5000 Hektar Wald – investiert die Stadt in ein umfassendes Schutzkonzept. Neben technischen Maßnahmen und organisatorischer Vorbereitung setzt man dabei vor allem auf Prävention und die Einbindung der Bevölkerung.
 
Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Längere Trockenphasen und höhere Temperaturen erhöhen das Risiko für Waldbrände – auch in der Pfalz. Gerade in Waldgebieten mit vielen Nadelbäumen kann sich ein Feuer rasch ausbreiten. Besonders gefährlich sind dabei menschliche Verursachungen, etwa durch Zigaretten, Lagerfeuer oder parkende Autos auf trockenem Boden.
 
Um dem wachsenden Risiko zu begegnen, arbeitet die Stadtverwaltung mit Feuerwehr und Forst eng zusammen. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:
 
Waldumbau: Der Stadtwald wird schrittweise in klimaresilienteren Misch- und Laubwald umgewandelt. Zusätzlich werden Brandschneisen geschaffen und Wege für Einsatzfahrzeuge ausgebaut.
 
Moderne Technik: Drohnen mit Wärmebildkameras, digitalisierte Einsatzpläne und neue Löschfahrzeuge ermöglichen eine schnellere und effektivere Brandbekämpfung.
 
Training: Die Freiwillige Feuerwehr Neustadt – mit rund 350 Aktiven – bildet ihre Einsatzkräfte gezielt für Vegetationsbrände aus und führt regelmäßig gemeinsame Übungen mit dem Forst durch.
 
Aufklärung: In Trockenphasen informiert die Stadt über Verhaltensregeln. Hinweisschilder und Medienkampagnen sollen für umsichtiges Verhalten im Wald sensibilisieren.
 
Mit dem umfassenden Konzept will Neustadt die Sicherheit im Wald und für angrenzende Wohngebiete erhöhen – und gleichzeitig den Wald als Erholungs- und Lebensraum bewahren.

Geschrieben von: Vanessa Lynn

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