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Kita im Kreis Südliche Weinstraße: Ermittlungen gegen Erzieher wegen Übergriffen

today26. Februar 2026 10 7

Hintergrund
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In einer katholischen Kita im Landkreis Südliche Weinstraße steht ein Erzieher unter Verdacht, Übergriffe an einem Kind begangen zu haben. Die ANTENNE hatte darüber berichtet.

ANTENNE-Informationen zufolge soll sich der Vorfall bereits im Oktober 2025 beim Wickeln ereignet haben. Eine Kollegin hatte Auffälligkeiten bemerkt und die Leitung informiert. Daraufhin wurde der Erzieher vom Dienst freigestellt.

Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, inzwischen liegen Anhaltspunkte für weitere Übergriffe vor. Eltern erhalten Unterstützungsangebote, um das Geschehene zu verarbeiten.

Kritik gibt es an der Informationspolitik der Kirche: Die Eltern wurden erst am 9. Februar 2026, also mehr als drei Monate nach dem Vorfall, offiziell informiert. In einem Schreiben räumt der Träger ein, dass dies zu spät geschah, begründet die Verzögerung aber mit rechtlichen Vorgaben und Anhörungen der Beteiligten.

Die nächsten Schritte sollen sein: Coaching der Leitung, Einzelgespräche mit Mitarbeitern, regelmäßige Informationsbriefe an Eltern und die Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam „Irritierte Systeme“ zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Der betroffene Erzieher wird nicht weiterbeschäftigt.

Eltern äußern weiterhin Irritation und Unmut über die späte Kommunikation und den Umgang mit dem Vorfall.

Geschrieben von: Vanessa Lynn

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